Schützenverein 1839 Hamm-Nordenfeldmark e.V.

 

Aktuelles aus dem Verein 

Wenn die Schützenfeste ausfallen...

...Vereinsarbeit beim Schützenverein 1839 ruhte auch früher nicht ganz.

In der Freude über den erfolgreichen Königsschuss, hat Jodokus Holtmann der Urahn aller Nordenfeldmarker Schützen sich wohl nicht vorgestellt, was aus dem entlockten Schuss auf den Vogel werden sollte. Es müssen fröhliche Feste und ein gelebtes Miteinander gewesen sein, die in der Nordenfeldmark gefeiert wurden. Und auch wenn früher alles besser gewesen sein soll, einfach hatten es die Nordener sicher nicht. Was wir aber in der heutigen Zeit wissen, dass es immer freiwillige Mitglieder gab, die es sich zur Aufgabe machten den Verein zu führen und sich für das Wohl der Schützen stark zu machen. Es war damals ebenso wie heute. Trotz ausgefallener Schützenfeste ruhte die Vereinsarbeit im Schützenverein 1839 nicht.

Was aber war in den früheren Jahren als die Feste ausfielen. Was wurde aus den Aufgaben, die an die Verantwortlichen des Vereins übertragen wurden. Das fragten sich auch die Vorsitzenden des Vereins vom Westberger Weg, und gingen an herauszufinden was in den Jahren von 1915-1920 und 1939-1950 war, als Weltkriege und deren Nachwirkungen die Vereinsarbeit scheinbar ruhen ließen. 

1914: Das Jahr des 75-jährigen Jubiläums

Wie das Ausgabenbuch ab dem Jahr 1898 ausweist, wurden schon damals für die üblichen und sicherlich notwendigen Aktivitäten „Investitionen“ getätigt. Darunter fielen die Annoncen in den damaligen Presseorganen für die freie Stadt Hamm, es waren der „Westfälische Volksfreund(später der Kurier)“ und der „Westfälische Anzeiger“. Ebenso sind sichtlich, die Ausgaben von namentlich gestellten Rechnungen, die für die Durchführung von Festen erforderlich waren. Und, so ist abzulesen, auch damals galt schon, wer feiert muss das Anmelden und entsprechend bezahlen. Für „Polizeiliche Verwaltung“ und eine „Kartensteuer“ musste gezahlt werden. Auch eine zur Ausrichtung des Vogelschießens und des Schießsportes auf den Ständen im Killwinkler Wald notwendige Versicherung wurde jährlich an die „Westfälische Provinzial Feuersozietät“ entrichtet. Interessant aber auch, es findet sich auch die Ausgabe in der Vereinskasse zur Unterstützung des amtierenden Königs, der mit immerhin schon 30,00 Mark beglückt wurde.

Auszug aus dem Kassenbuch aus dem Jahr 1914


All dies nahmen also damals die Verantwortlichen im Zuge ihrer Aufgaben der Vereinsarbeit wahr, um im Sinne des Vereins zu handeln. Nach dem Jubelfest zum 75jährigen Anfang Juli 1914 mit dem neuen König Josef Holtmann, wurde am 28.07,1914 der erste Weltkrieg ausgerufen und das Leben der Bevölkerung sollte sich zum Schlechten ändern.

Trotz der daraus folgenden Notlagen, so ist in den Unterlagen zu lesen, wurden die nachfolgenden Jahre weiter kaufmännisch gepflegt. Schließlich wurde ja nur eine Vereinsruhe ausgerufen und keine Auflösung. Sicherlich schränkten sich in der Menge die Aktivitäten und Ausgaben ein, aber sie belegen das es weiterging. So entfielen auf die Vereinskasse nachweislich Ausgaben der Annoncen in der Presse, Abgaben an den Staat, wie zum Beispiel für das Nagelstandbild des Grafen von der Mark, belegt sind der Kauf von Munition und Waffen zur Erhaltung des Schießsportes auf der eigenen Schießanlage im Killwinkler Wald.

Nach dem Ende des ersten Weltkrieges im November 1918, stand aber neben den Nöten aus dem Krieg ein weiteres Schicksal den Menschen bevor. Es verbreitete sich die spanische Grippe und so wissen wir, sie forderte ihre Opfer und wie heute schränkte sie das öffentliche Leben weiter ein.

An ein Schützenfest war so auch im Jahre 1919 also nicht zu denken. Was aber belegt ist, es wurde wohl doch ein kleines Fest gefeiert, denn es musste im Juli 1919 die sog. Kartensteuer von immerhin 81,00 Mark entrichtet werden! Und auch die Gebühr der Polizeiverwaltung wurde mit fünf Mark bedacht.

Auszug der Ausgaben aus dem Jahr 1919. Inwieweit die Musik ihre 180,00 Mark wert war, ist nicht überliefert!


Neuer Anfang mit neuem „König“ 1920

Wie viele der Vereine, so konnte auch der Schützenverein 1839 im Jahre 1920 wieder unbeschwert sein Schützenfest feiern und ihren neuen König Ernst Margosch als Nachfolger, von Josef Holtmann ausrufen. Auch hier geben die Belege einen Einblick in die Arbeit des Schützenvorstandes, der es sich schon damals zum Ziel setzte, nicht nur den Mitgliedern des Vereins, sondern auch der Bevölkerung etwas zu bieten. Dies ist sicherlich an der Tatsache abzulesen, dass neben einer Vielzahl von Ausgaben des Festes auch ein Betrag von immerhin 1450,- Mark für die Musik nachweislich getätigt wurde.

Es folgten also fröhliche Jahre in der Vereinsgeschichte, die den Mitgliedern vergönnt waren. Es bildete sich in Mitte der zwanziger Jahre ein zweiter Verein in der Nordenfeldmark, weil die Zahl der Bürger im Norden so stark anwuchs, dass sie zwei Vereine hergaben. Im alten Mitgliedsbuch der 1839er von 1929, wird die Zahl von über 400 Bürgern als zahlende Mitglieder nachweislich aufgeführt. In zwei Halbjahresbeiträgen von je 2,00 Reichsmark konnte der Verein unterstützt werden.

Mitgliederbuchführung aus dem Jahr 1929

 

Das Jahr 1935: Eine Verordnung ändert das Vereinsleben

Eine Verordnung des deutschen Reiches änderte das Vereinsleben in Deutschland und somit auch in der Stadt Hamm. Die beiden Nordener Schützenvereine wurden aus diesem Grund zusammengelegt und ab 1935 als Schützenverein Nordenfeldmark geführt. Die Schützenfeste sollten aber trotzdem gefeiert werden. So war es möglich, dass der Verein noch im Jahre 1939 das 100jährige Bestehen als großes Jubiläum feiern durfte. Dies sollte aber, ebenso wie schon 1914, dann auch eines der letzten Feste für die Bürger der Nordenfeldmark sein. Mit Beginn des Krieges im September war an Freude nicht mehr zu denken. Der Vereinsvorstand führte so gut es ging die ihnen übertragenden Arbeiten weiter. Noch im Jahr 1940 wurde eine Kassenprüfung durchgeführt und die Generalversammlung abgehalten wie der Eintrag im Kassenbuch vom 20. Januar 1940 ausweist. Was aber dann in den geschäftlichen Aufstellungen folgt, sind die Ausgaben, die den Schrecken des Krieges nach Hause brachten. Belege für Trauerkränze und Fahnenträger. Lediglich die zu lesenden Einträge für Arbeiten am Schießstand lassen ein wenig den Schluss nach normalem Vereinsleben zu. Auch das so akribisch geführte Mitgliedsbuch weißt für den traurigen Abschnitt der Geschichte die traurigen Verluste aus. Akribisch nach Straßen geordnet wurden die halbjährlichen Beiträge eingetragen. Wer als Soldat fort musste, dem wurde der Obolus erlassen, einige traten aus, doch die Vielzahl blieb dem Verein treu. Oft findet sich aber auch der Eintrag „verstorben“ in den Spalten. 

Auszug aus der Mitgliedsbuchführung von 1941-44; Rechts die traurigen Eintragungen der Verstorbenen


Von 1945 -1950. Es ist still, im Verein ruht wirklich alles

Mit dem letzten Eintrag der Kassenprüfung am 15.04.1945 ist wirklich die Ruhe der Vereinsarbeit vollzogen. Die Bücher wurden aufbewahrt, die Fahnen, Banner und Schellenbäume auf Dächern und unter Holzböden versteckt. Familien waren zerrissen, Freunde und Angehörige verloren und Nachbarn kehrten nicht zurück.

Was folgte war der Wiederbeginn unter neuem Recht und neuer Ordnung. Wir wissen von der Währungsreform 1949, die D-Mark war für alle da, der Warenverkehr lief wieder an. Mit der Unterschrift des damaligen Vereinsvorstandes wissen wir aber auch von der Übernahme des Kassenbuches am 01.06.1950. Es sollte also wieder aufwärts gehen mit dem Leben, in Hamm und natürlich auch in der Nordenfeldmark.

Aus der Niederschrift im Protokollbuch vom 07. Januar 1951 ist folgendes überliefert:

Unter Punkt Verschiedenes wurde über den Verlauf des Festes gesprochen: Nach alter Tradition feierte der neu ins Leben gerufene Schützenverein Hamm Nordenfeldmark 1839 nach 11jähriger Unterbrechung wieder ein Schützenfest, dass wohl als eines der besten Feste angesehen werden konnte.“

Am Wochenende des vergangenen Augustes, vom 11.-13. August 1950 hatte es stattgefunden. Sicherlich waren die Vorbereitungen dazu auch in der Zeit nicht einfach, was sich schon an der Tatsache ableiten lässt, dass es letztlich noch kurz vor dem Vogelschießen noch zur Anordnung der Verwendung einer Armbrust als Waffe gekommen ist.

Ein Antrag bei der Stadt Hamm für das Vogelschießen wurde vom britischen Stadtkommandanten zwar genehmigt, da aber die Anlage im Killwinkel, also in Heessen stand, musste der Kreiskommandant in Beckum angefragt werden.

Antragsschreiben an den Kreiskommandanten in Beckum zwecks Erlaubnis des Waffengebrauch zum Vogelschießen.


Geschossen wurde also so wissen wir, denn Klemens Allbracht wurde als erster neuer Schützenkönig unter großer Freude der Schützen und Gäste ausgerufen und ihm sollten viele weitere Majestäten folgen.

Die Wiederbegründer hatten sich schon ab 1949 getroffen um den Verein wieder zusammen zu holen und das erste Fest vorzubereiten. Viele alte Mitglieder und solche die es werden wollten, kamen zusammen und das erste Fest im Killwinkler Wald nahm alle in den Bann. Bereits im zweiten Jahr des Neubeginns war bereits eine stattliche Zahl an Mitglieder wieder zusammen gekommen. In den Aufzeichnungen finden sich in den Aufzeichnungen zum 01.01.1951 schon wieder 499 Mitglieder und diese bildeten so ein starkes Rückgrat für Zukunft des Vereins.

Eine Zukunft die sicherlich noch unbeschwert darauf ausgerichtet war, Freude und Miteinander zu pflegen, ohne zu ahnen, dass es nochmals zu einer ungewöhnlichen Phase in der Vereinsgeschichte kommen sollte. Ganze 70 Majestäten konnten in die Vereinsgeschichte eingehen und vieles wurde gefeiert ehe das Vereinsleben wieder ausgebremst wurde. Mit den Ereignissen seit dem letzten Februar und den Anweisungen ab März kam für viele etwas unvorstellbares auf uns alle zu. Das Leben des Vereins wurde ausgebremst, das Miteinander muss pausieren! In voller Hoffnung wurde schon ein neuer Termin für den Herbst gesucht, dass vielleicht doch ein Fest gefeiert werden könnte. Doch in der weiteren Zeit der Pandemie war auch dies schnell klar, ohne medizinische Lösungen werden wir den Vereinsalltag nicht wieder ausleben können.

Irgendwie wurden die Kontakte doch gelebt, aber social-media und Bilder schicken ersetzt keine persönlichen Begegnungen, keinen gelebten Frohsinn und kein  Miteinander. Die Jubilare des Jahres konnten nicht geehrt werden, den Jubelmajestäten ist ihr Fest genommen. Ein Kinderkönig aus dem Juni 2019 wird wohl als Avantgardist abdanken und die Königskette an seinen Nachfolger übergeben! Alles in allem ein wohl unvorstellbar verrücktes Vereinsleben.

Ein Dank seitens des Vorstandes gilt all denen, die dem Verein ihre Treue gehalten haben, die weiterhin Unterstützung leisten um den Neustart zu ermöglichen. Wann die Marschmusik wieder erklingt, wann die Uniformen das Schützenwesen nach außen wieder zeigen ist noch offen.

Was wir aber wissen ist, die Verantwortlichen des gewählten Vorstands arbeiten weiter für den Verein, so wie es schon für die Vorgänger in den alten Tagen keine Frage war.

Termin der 1839er Schützen zum richtigen Zeitpunkt

Verein veranstaltet Open-Air Herbstversammlung auf dem Schützenplatz

Am Samstagnachmittag, den 19.09.2020, trafen sich die Mitglieder des Schützenvereins 1839 zur alljährlichen Herbstversammlung. Coronabedingt fand diese draußen auf dem Schützenplatz statt. Die Art und Weise der Ausrichtung und wie diese stattfinden darf, wurde im Vorfeld mit der Ordnungsbehörde abgeklärt. Mit viel Abstand und reichlich Platz vor der Schießhalle begrüßte der 1. Vorsitzende Dietmar Voß eine Vielzahl von Mitgliedern. Unter ihnen die Abordnungen der Avantgarde und der Schießgruppe, allen voran aber den immer noch amtierenden Schützenkönig des Jahres 2019, Ludwig Homann. Besondere Grüße wurden an die Jubelkönige des Jahres 2020, Günter Schade 1970, Hartmut Bauersfeld 1995 sowie der Jubelkönigin von 1980 Edith Wulff gerichtet. Es war die erste Versammlung nach der Generalversammlung im Februar, auf der noch eine Vielzahl von Terminen und Vorhaben abgestimmt wurden, von denen im Nachhinein leider keiner stattfinden durfte.

Ein großes Dankeschön richtete der Vorstand an alle Mitglieder, die trotz der Krise und des ausgefallenen Schützenjahres fest zum Verein gestanden haben. Es konnten erfreulicherweise keine Austritte vermeldet werden. Sehr positiv wurde aufgenommen, dass die Vereinsabordnungen die Messe zum Pfingstsonntag zum Anlass nahmen, an das ausgefallene Fest zu erinnern.

Der weitere Rückblick auf die gewesenen Veranstaltungen fiel jedoch recht kurz aus, da schlichtweg keine möglich waren. Mehr konnte aber über die Arbeiten im und um das Vereinsheim sowie von den Tätigkeiten auf dem Schützenplatz berichtet werden. Im Außenbereich steht der Spielplatz vor der Fertigstellung, die Einweihung muss aber wohl weiter in das nächste Jahr verschoben werden.  

Die Schützenpost 2020 - auch im Corona-Jahr gibt es eine Auflage

Für die kommenden Monate gilt allerdings das gleiche wie bisher. Nachdem auch Bierkönigschießen und der Verlegungstermin für das Schützenfest ausgefallen sind, finden ebenfalls der Weihnachtsmarkt der Avantgarde und das Seniorenkaffeetrinken im Dezember nicht statt. Inwieweit das angesetzte Fußballquiz im November im Vereinsheim stattfinden kann, werden die Regularien und Bestimmungen der Stadt und des Landes zeigen.

Im Zuge der Versammlung wurde die diesjährige Ausgabe der Schützenpost ausgegeben. Mit großem Interesse konnte das Gewesene aus dem Schützenleben noch einmal in die Gegenwart zurückgeholt werden.  Im weiteren Verlauf wurde ebenfalls die gegenwärtige finanzielle Situation erläutert. Da ein Ausblick auf das Jahr 2021 als sehr schwer angesehen wird und aus der Tatsache heraus das bereits Mitte Mai die Schützenfestsaison in Hamm startet, wurde mit breiter Zustimmung der Termin am 4. September 2021 für ein großes Zeltfest angenommen. Hierzu haben sich alle Beteiligte abgestimmt, sodass zu dem Termin das Schützenfest oder aber ein großes Bierkönigschiessen stattfindet. Alle Anwesenden waren sich ebenso wie der gesamte Vorstand darüber einig, dass ohne ein durch die Medizin erbrachtes Medikament gegen das Virus, ein Schützenfest mit seiner Feierkultur in gewohntem Rahmen nicht möglich ist!

Einigkeit bestand auch in dem Punkt, das Vereinsleben wieder in den Mittelpunkt zu holen. Wann und in welcher Form, das kann leider noch keiner sagen. Es wird sicher nach den Absagen der Karnevalsfeiern noch bis Mitte 2021 und vielleicht auch darüber hinaus dauern, bis die den Schützenvereinen gewohnten Strukturen wieder funktionieren können. Eine Ehrung der Jubilare des Jahres 2020 soll unter Berücksichtigung aller Regularien noch erfolgen. Mit Dank für die Beteiligung und dem Wunsch für alle gesund zu bleiben konnte der Vorsitzende die Anwesenden mit dem Schützengruß "Horrido" verabschieden.      

Herbstversammlung des Schützenvereins 1839 Hamm-Nordenfeldmark am 19.09.2020

Die letzte Versammlung des Schützenvereins 1839 Hamm-Nordenfeldmark fand im Februar 2020 im Schützenheim am Westberger Weg statt. Voller Vorfreude wurden durch den 1. Vorsitzenden Dietmar Voß die Termine für das Schützenjahr 2020 bekanntgegeben. Doch schon wenige Wochen später erging es den 1839ern wie allen anderen Vereinen. Aufgrund von CORONA  musste zunächst das Schützenfest, welches Pfingsten gefeiert werden sollte, abgesagt werden. Die Hoffnung war aber, dass im September ein Zeltfest stattfinden könnte und die Weichen dafür wurden gestellt. Aber auch dieses musste neben diversen weiteren Veranstaltungen abgesagt werden. Ebenso wurde bis auf weiteres die Schießhalle gesperrt.

Um aber wieder etwas Normalität in das Vereinsleben zurück zu bringen, findet, unter Beachtung der CORONA-Auflagen, die Herbstversammlung am Sa., 19.09.2020, um 17 Uhr, im Freien auf dem Schützenplatz, vor der Remise der Schießhalle, statt.

Alle Schützen sind herzlich eingeladen, an der Versammlung teilzunehmen. 

Grußwort des Vorstands im April 2020

Werte Freunde und Mitglieder des Schützenvereins 1839

Es ist für uns alle ein mehr als merkwürdiges Gefühl, dass in Zeiten der technischen Hochkonjunktur plötzlich das Leben auf den Kopf gestellt wird. Nicht nur das wir uns Gedanken über die Gesundheit von uns und unseren Mitmenschen machen müssen, nein auch existentielle Probleme bleiben durch das heruntergefahrene Leben nicht außen vor. Auch wir als Verantwortliche des Schützenvereins 1839 stellen uns ebenso wie alle Mitmenschen diesen Herausforderungen in unserem beruflichen  und privaten Leben, aber auch für das Wohlergehen des Vereins.

Es sind nun vier Wochen vergangen, dass wir alle bedingt durch die Regelungen des Bundes, des Landes und den  bekannten städtischen Vorgaben zur aktuellen Schutzbestimmungen in unserem Leben neue Regeln beachten müssen. Aus diesem Grunde haben wir sehr früh die Termine des Vereins betrachtet und die damit verbundenen Konsequenzen geprüft.

Ganz besonders das alljährliche Schützenfest stand als erstes zur Prüfung an und wurde unter den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes und den Kommandeuren nebst amtierendem König abgestimmt. Dabei galt es neben den bereits geltenden Beschränkungen auch die weitreichenden vertraglichen Bindungen heranzuziehen. In der Hoffnung dass sich bis dahin die Lage weitestgehend normalisiert, haben wir uns letztendlich wie schon öffentlich mitgeteilt, für einen Verschub des alljährlichen Festes bis in den September entschieden. In den kommenden Monaten werden wir nach entsprechenden Vorgaben der Regierung dann hoffentlich einen angepassten Ablauf des Festes organisieren dürfen.

Wir danken aber schon heute allen unseren Partnern, die bereits jetzt ihre Zusagen für ein verlegtes Fest gegeben haben. Allen voran aber der Dank an das amtierende Königspaar Ludwig Homann und Cindy Koch, die den Start in den wohlverdienten Urlaub für die Terminplanung verschoben haben.

Die weiteren Termine, wie die Vereinsmeisterschaft, das Kinderschützenfest und die Versammlungen sind erst einmal abgesagt und abhängig von einhergehenden Lockerungen des jetzigen Standes der Kontaktminderungen.

Da dies derzeit noch in keinster Weise absehbar ist, ruht also das Vereinsleben nach außen. Das bedeutet aber auch, dass auf Grund von geänderten Anordnungen einzelne Entscheidungen im kleineren Kreis getroffen werden könnten, die aber von uns wohl durchdacht werden und dem Vereinsleben dienlich sind.

Was wir aus dem Ganzen der Pandemie lernen können, gilt es sicher in allen Lebenslagen zu betrachten. Was aber durchaus spürbar ist, dass ist der Wunsch nach gemeinschaftlichen Handeln und Leben. Ein Grundsatz des Vereinslebens, der schon immer Bestand hatte und sich hoffentlich bei vielen Menschen neu wiederfindet.

Wir wünschen allen Freunden und Mitgliedern, Partnern und Interessenten die diese Botschaft lesen weiter Gesundheit, starkes Durchhaltevermögen und ein frohes Osterfest. Freuen uns alle auf das kommende Zusammenleben mit neuem Antrieb

Horrido

 

Vorsitzende des Vereins


Dietmar Voß                 

Rolf Eickholt

Sebastian Voß


Aktuelle Terminänderungen 2020 

Liebe Vereinsmitglieder und Freunde des Schützenvereins 1839 Hamm Nordenfeldmark,

der geschäftsführende Vorstand hat in den letzten Tagen intensiv die Auswirkungen der im Zusammenhang mit der Corona-Krise ergangenen Anordnungen von Bund, Ländern und Kommunen diskutiert. Zwar gibt es für die Pfingstfeiertage am heutigen Tage noch keine konkreten Restriktionen, gleichwohl haben wir es für wenig aussichtsreich erachtet, im geplanten Zeitraum ein Schützenfest in gewohntem Rahmen auszurichten. Vielmehr mussten wir befürchten, in diesem Jahr kein Schützenfest feiern zu können, sollten wir am geplanten Termin festhalten.

Dank der spontanen und kulanten Hilfsbereitschaft aller unserer Partner konnten wir jedoch eine Verlegung auf das letzte September- Wochenende organisieren. In der Hoffnung, dass sich die allgemeine Lage bis dahin normalisiert hat, werden wir vom 24. bis 27.09 unser Schützenfest feiern können. Den genauen Festablauf werden wir in den kommenden Wochen im Detail besprechen, gerne nehmen wir Anregungen hierzu entgegen.
Für den äußerst sachlichen und vorausschauenden Dialog mit Musikern, Bands, Bedienungspersonal und Zeltverleih haben wir von diesen allerseits großes Lob in Empfang nehmen dürfen, was sicherlich auch dazu führte, dass die Verschiebung gelungen ist, ohne zusätzliche finanzielle Verpflichtungen eingehen zu müssen. Hierfür möchten wir uns bei allen Beteiligten herzlich bedanken.

Ein besonderer Dank gilt hierbei unserem Königspaar Cindy und Ludwig, die völlig selbstlos und unbürokratisch ihren bereits gebuchten Urlaub verschoben haben.

Die Vereinsmeisterschaften im Luftgewehrschießen werden hingegen nicht ab dem 20.03.2020 stattfinden können. Wir hoffen, dass eine Ausrichtung noch vor dem Schützenfest erfolgen kann.
Ebenso entfallen der Saubermanntag am 21.03, sowie der Kompanie Abend am 25.04.2020.

Hinsichtlich der weiteren für dieses Jahr geplanten Termine werden wir in Kürze informieren.

In der Hoffnung, ganz im Sinne des Vereins gehandelt zu haben, verbleiben wir mit dem Deutschen Schützengruß.

HORRIDO

Dietmar Voß

1. Vorsitzender


Generalversammlung des Schützenvereins 1839 Hamm-Nordenfeldmark

Am vergangenen Freitag fand die Generalversammlung des Schützenvereins 1839 Hamm-Nordenfeldmark im Schützenheim am Westberger Weg statt. Der 2. Vorsitzende Rolf Eickholt begrüßte unter den 79 anwesenden Schützen insbesondere den Schützenkönig Ludwig Homann, den 50jährigen Jubelkönig Günter Schade, den 25jährigen Jubelkönig Hartmut K. Bauersfeld, den Vereinskaiser Martin Pröpper, den Bierkönig Yannis Hülsmann,  sowie den 2. Vorsitzenden des Stadtverbandes Hans-Adolf Löw und die Vertreter von Avantgarde und der Schießgruppe.

Bevor man zur Tagesordnung der Versammlung überging, wurde an die Verstorbenen des Schützenvereins gedacht. Die 1839er mussten sich im Jahre 2019 von 11 Schützenbrüdern verabschieden. Aktuell sind 407 Mitglieder im Schützenverein.

Im Rückblick auf das vergangene Schützenjahr, wurden die verschiedenen Veranstaltungen noch einmal in Erinnerung gebracht. Das Jahr 2019 war wieder reich an Terminen und Herausforderungen für die Mitglieder. Hervor gehoben wurde dabei an erster Linie natürlich das Schützenfest. Hierbei wurde nochmal daran erinnert mit wieviel Spaß die Bewerber sich an die Nachfolge des abdankenden Königs Klaus Startmann machten. Mit dem letzten Schuss konnte nach einem spannenden Schießen, zwischen den beiden Kommandeuren der Avantgarde, Philipp Hegemann und Ludwig Hohmann, letztlich der zweite Kommandeur Ludwig sich die Königswürde sichern. Der letzte Schuss war für Ludwig und seiner Königin Cindy Koch auch gleichzeitig der Startschuss zu einer nicht endenden wollenden Party.

Weitere Termine in Schützenuniform waren, das Kinderschützenfest im Juli, das vereinseigene Kaiserschießen im August, sowie im September das Bierkönigschießen der AVG und das Stadtkaiserschießen in der Mark.

Neben den genannten Terminen kamen noch die Luftgewehrwettbewerbe im Frühjahr und Herbst dazu, das Schützenquiz im Rahmen des Dämmerschoppens, sowie der Adventskaffee und der Weihnachtsmarkt zum Jahresabschluss hinzu. Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass im Zuge des Weihnachtsmarktes das Königspaar die Besucher animieren konnte für die „Aktion Lichtblicke“ zu spenden.

Dabei kamen mit Aufrundung durch die Avantgarde die stattliche Summe von 750,-€ für die Aktion zusammen.

Das Jahre 2019 war aber für den Verein auch geprägt von Investitionen für die Zukunft. Es wurde mit der Erneuerung der Toilettenanlage begonnen, Erdarbeiten an der Kanalisation waren ebenso erforderlich wie Reparaturen an den Anlagen und Gebäuden. Seit dem Frühjahr wurde mit dem Aufbau eines Spielplatzes begonnen, der zum Aushängeschild des Vereins werden soll.

Nach diesem positiven Jahresrückblick der Aktivitäten teilte Geschäftsführer Kai Hatton mit, dass trotz der Investitionen auch das geschäftliche im Jahr 2019 positiv verlaufen ist.

Bevor es zu den Wahlen des Vorstandes kam wurde die Versammlung für eine Pause unterbrochen, da Schützenbruder Bernhard „Atze“ Herzebrock den Anwesenden eine Gulaschsuppe reichte.

Gestärkt gingen die Mitglieder in den zweiten Teil der Versammlung, wo auch die anstehenden Vorstandswahlen auf der Tagesordnung standen. Nach insgesamt 28 Jahren im Vorstand, davon 16 Jahre als 3. Vorsitzender des Vereins, stellte Markus Dünnebacke sein Amt zur Verfügung. Für sein großes Engagement bei den 1839ern bedankten sich die Anwesenden Mitglieder, mit viel Beifall erhoben sich die Mitglieder von den Plätzen und verabschiedeten ihn mit einem ein Präsent.

In der anschließenden Wahl wurde der Ehrenkommandeur Sebastian Voß zum neuen 3. Vorsitzenden gewählt. Bei den Ergänzungswahlen wurden als Beisitzer Marco Behrens und Florian Kortmann neu in den Vorstand gewählt.

Zum Ende der Versammlung wurden die Aktivitäten und Termine 2020 sowie die Arbeitseinsätze auf dem Schützenplatz bekanntgegeben.

Der geschäftsführenden Vorstand setzt sich zusammen aus:

1. Vorsitzenden: Dietmar Voß

2. Vorsitzender: Rolf Eickholt

3. Vorsitzender:  Sebastian Voß

Geschäftsführer: Kai Hatton

1. Schriftführer: Christian Leyer

Mitglieder:  407

Foto von links:

Kai Hatton, Ludwig Homann, Martin Pröpper, Markus Dünnebacke, Rolf Eickholt, Sebastian Voß