Schützenverein 1839 Hamm-Nordenfeldmark e.V.

 

Aktuelles aus dem Verein 

Ein Jubiläumsfest ist eben nur einmal!

Bereits im letzten Jahr konnten wir darüber lesen, dass durch die Pandemie vieles anders wurde, vieles ausfiel. Dass die Gewohnheiten sich ändern mussten, haben wir hingenommen. Die Veranstaltungen mussten abgesagt werden, der Alltag für Kultur und Brauchtum, Musik, Tanz und vieles mehr fand nicht statt. Termine und Dinge die wir gewohnt sind blieben aus. Das aber in sich wiederholenden Dingen dann auch mal irgendwann ein Jubiläum ansteht, ist uns bewusst, seitdem wir den 10ten Geburtstag als einen Besonderen feiern durften.

So ist es verständlich, dass es also auch im letzten Jahr schon zu Jubiläen kam, die als freudige Ereignisse geplant waren, diese aber plötzlich zu einem betrübten Anlass wurden. Als da wären zum Beispiel gewesen, dass langgeplante 325jährige Jubiläum des Schützenverein Dolberg, oder hier im Hammer Norden auch das 100jährige Gründungsfest des Sportvereins DJK Borussia Hamm. Die Vorstände aller Traditions- und Sportvereine freuen sich bereits im Vorfeld auf solche anstehenden Festlichkeiten, stecken Arbeit in die Ausschüsse, erstellen Festschriften und weiteres vieles drumherum.

Bei den Schützenfesten, so sollte es stets sein, wird seit früher Zeit der König der Schützen ausgeschossen, um diesen anschließend groß zu feiern. Bei den verantwortlichen Vorsitzenden der Schützenvereine, geht daher immer schon früh der Blick voraus auf das kommende Jahr um schonmal die Festfolge zu planen. Denn letztlich zeigen uns die Jubelmajestäten stets auch nach den vielen Jahren, wieviel Freude am gelungenen Königschuss haftet! So schaut man mit Stolz und Freude auf die lange Liste der Majestäten, wer denn für den Verein im laufenden Jahr wieder in den Mittelpunkt rückt und als Teil mit in das Festprogramm aufgenommen wird.

Königspaar 1961Günter Schade und Ingrid PapenbreerKönigspaar 1961Günter Schade und Ingrid Papenbreer

Wie bei den Hochzeitstagen, so stehen die runden Jubiläen wie 25, 50, 60 und 70 auf der Liste dieser Jubelfeste. Zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, wurde das 40ste Jahr des Königsschuss mit hinzugenommen. Alles steht also auf Freude, wenn da nicht diese besondere Lage wäre!

Bereits im letzten Jahr standen auch wieder die anstehenden Jubelfeste der Majestäten im Programm. Marschwege und Terminablauf, Abholstationen und Versorgung, alles war durchorganisiert, doch leider, leider wurde nichts daraus. Es blieb für die Majestäten der Jahre 1995, 1980 und 1970 nur die gemeinsame kleine Schützenmesse zum Pfingstfest 2020, die diese aber sichtlich in kleiner Runde der Anwesenden Schützen genossen. Der Schützenkönig mit 50sten Jubiläum, Günter Schade, Jubelmajestät Edith Wulf zum 40sten und das Königspaar des 25jährigen  Jubiläums, Hartmut und Christel Bauersfeld freuten sich trotz allem, die wenigen Uniformierten am Pfingstsonntag zu sehen.


Gerhard Petermann jun. und Edeltraud Kemper 1971Gerhard Petermann jun. und Edeltraud Kemper 1971

Mit dem hoffen, dass dies bis 2021 vorbei sein könnte, wurden im letzten Jahr auch hier die Blicke früh auf die kommenden Jubilare gerichtet. Es sollte schließlich ein besonderes Fest für die anstehenden Jubilare werden. Mit insgesamt 175Jahren Majestätsjubiläen stand schließlich eine besondere Zahl im Raum. Es waren die Jahre 1961, 1971, 1981 und 1996 die der Verein zum Schützenfest wieder in die Gegenwart zurückholen wollte. Mit den Majestäten Günter Schade, Gerhard und Edeltraud Petermann, Martina Ahlke und Theo „Max“ und Rita Reimann eine doch recht große Runde.

 

 

Hermann Theodor „Max“ und Rita Reimann 1996Hermann Theodor „Max“ und Rita Reimann 1996

Vielen Schützen des Vereins sind gerade die jüngeren Majestäten Männi und Max und die damit verbundenen Feiern und Kuriositäten noch im Gedächtnis.

Neben der Anzahl der Jahre, finden sich dazu auch zwei Majestäten ein, die in kurzer Folge ihr Jubelfest feiern dürfen. Günter Schade 1961 und 1970 sowie Max Reimann 1973 und 1996 gehören zu denen dreien, die es zweimal schafften und mit dem letzten Schuss die Königswürde besiegelten.


So durften „Max und seine Rita“ im Jahre 2018 bereits das 40ste Jubelfest des ersten Königschuss aus dem Jahre 1978 feiern.

Betrübter sicherlich schauen die Schützen bei den ausgefallenen Jubelfesten auf ihren ehemaligen Vorsitzenden Günter Schade, der bereits 25ste, 40ste und ein 50jähriges feiern durfte. Es ist 2021, besser gesagt, es wäre das insgesamt siebte Jubelfest das auf seine Königschüsse 1961 und 1970 zurückführt, leider aber auch das zweite in Folge wo „sein“ Schützenfest ausfällt.

 

 


Franz-Josef „Männi“ und Martina Ahlke 1981Franz-Josef „Männi“ und Martina Ahlke 1981

Auf Grund der Pandemie wird der Verein so in den Jahren 2045 und 2046 keinen 25jährigen Jubelkönig in seiner Geschichte haben, der seine Freude über den gelungenen Schuss zum Schützenfest noch einmal aufleben lassen könnte!

Das kommende Schützenfest zu Pfingsten wurde bereits auf der abgehaltenen Versammlung im letzten Herbst als unreales Ziel angesehen und darum einstimmig abgesagt. So blicken die Vorsitzenden und Vorstandsmitglieder hoffnungsvoll auf den kommenden Spätsommer und auf den Rückgang der Infektionen und die fortlaufenden Impfungen der Menschen, um so am Wochenende vom 03.-05. September etwas von dem nachzuholen was den Gästen, den Vereinsmitgliedern und vor allem den Jubilaren entgangen ist. Drücken wir gemeinsam die Daumen, dass wir in großer Runde in grüner und schwarzer Uniformjacke und Klängen der Musiker diesen die Ehre erweisen können. Die amtierenden Majestäten Ludwig Homann und Cindy Koch werden ihre Freude aus dem Jahre 2019 jedenfalls noch ein Jahr weiter ausleben, das ist sicher!

In welcher Form der Verein was auf die Beine stellen darf, ist abhängig vom weiteren Verlauf der Pandemie. Die Hoffnung wieder eine Freiluftversammlung auf dem Platz durchführen zu können besteht, und Vorfreude auf ein Wiedersehen auch!  

Der Schützenverein wünscht allen, dass sie weiterhin gesund bleiben und freut sich darauf, die Menschen wieder zu sich in die Mitte, auf den Vereinsplatz am Westberger Weg zu holen.

Wenn die Schützenfeste ausfallen...

Vereinsarbeit beim Schützenverein 1839 ruhte auch früher nicht ganz.

In der Freude über den erfolgreichen Königsschuss, hat der Urahn aller Nordenfeldmarker Schützen sich wohl nicht vorgestellt, was aus dem entlockten Schuss auf den Vogel werden sollte. Es müssen fröhliche Feste und ein gelebtes Miteinander gewesen sein, die in der Nordenfeldmark gefeiert wurden. Und auch wenn früher alles besser gewesen sein soll, einfach hatten es die Nordener sicher nicht. Was wir aber in der heutigen Zeit wissen, dass es immer freiwillige Mitglieder gab, die es sich zur Aufgabe machten, den Verein zu führen und sich für das Wohl der Schützen stark zu machen. Dies war damals ebenso wie heute. Trotz ausgefallener Schützenfeste ruhte die Vereinsarbeit nicht.

Was aber war in den früheren Jahren als die Feste ausfielen. Was war also in den Jahren von 1915-1920 und 1939-1950, als Weltkriege und deren Nachwirkungen die Vereinsarbeit scheinbar ruhen ließen. Was wurde aus den Aufgaben, die an die Verantwortlichen des Vereins übertragen wurden. Dies fragten sich auch die Vorsitzenden des Vereins vom Schützenverein 1839 Hamm-Nordenfeldmark.

1914: Das Jahr des 75-jährigen Jubiläums

Wie das Ausgabenbuch ab dem Jahr 1898 ausweist, wurden schon damals für die üblichen und sicherlich notwendigen Aktivitäten „Investitionen“ getätigt. Darunter fielen die Annoncen in den damaligen Pressorganen für den Bereich Hamm. Es waren der Westfälische Volksfreund und der Westfälische Anzeiger, sowie Ausgaben von namentlich gestellten Rechnungen, die für die Durchführung von Festen erforderlich waren. Aber auch damals galt schon, wer feiert muss anmelden und entsprechend bezahlen. Neben der „Polizeilichen Verwaltung“, musste auch die damalige „Kartensteuer“ entrichtet werden. Auch für eine Ausrichtung des Vogelschießens und des Schießsportes auf den Ständen im Killwinkler Wald, wurde jährlich an die „Westfälische Provinzial Feuersozietät“ Geld entrichtet. Interessant dabei findet sich auch die Ausgabe zur Unterstützung des amtierenden Königs dar, der mit immerhin 30,00 Mark belegt ist.

Auszug aus dem Kassenbuch aus dem Jahr 1914

All dies nahmen die Verantwortlichen ebenso wie heute im Zuge ihrer Aufgaben der Vereinsarbeit wahr, um so im Sinne der Mitglieder zu handeln. Nach dem Fest im Juli 1914 mit König Josef Holtmann, wurde der erste Weltkrieg ausgerufen und das Leben in Europa eingeschränkt.

Dennoch, so ist zu lesen, sollten auch die nachfolgenden Jahre weiter kaufmännisch gepflegt werden. Schließlich wurde ja nur eine Vereinsruhe ausgerufen und keine Auflösung. Sicherlich in der Menge schränkten sich die Ausgaben ein, aber sie belegen das es weiterging. So entfielen auf die Vereinskasse nachweislich Ausgaben der Annoncen in der Presse, Abgaben an den Staat, hier an das Nagelstandbild des Grafen von der Mark, Kauf von Munition und Waffen zur Erhaltung des Schiessbetriebes auf der eigenen Schießanlage im Killwinkler Wald.

Nach dem Ende des ersten Weltkrieges im November 2018, stand aber neben dem Scherbenhaufen und dem gewagten Start in die Demokratie, ein weiteres Schicksal den Menschen bevor. Es verbreitete sich die spanische Grippe und so wissen wir, sie forderte ihre Opfer und schränkte das öffentliche Leben ein. An ein Schützenfest war sicherlich im Jahre 1919 also nicht zu denken. Was aber belegbar ist, es wurde wohl ein Fest gefeiert, denn es musste im Juli 1919 die sog. Kartensteuer von immerhin 81,00 Mark entrichtet werden! Und auch die Polizeiverwaltung wurde mit fünf Mark bedacht.

Auszug der Ausgaben aus dem Jahr 1919. Inwieweit die Musik ihre 180,00 Mark wert war, ist nicht überliefert!


Neuer Anfang mit neuem „König“ 1920

Wie viele der Vereine, so konnte auch der Schützenverein 1839 im Jahre 1920 wieder unbeschwert sein Schützenfest feiern und ihren neuen König Ernst Margosch, als Nachfolger des Enkels von Jodokus Holtmann, ausrufen. Auch hier geben die Belege einen Einblick in die Arbeit des Schützenvorstandes, der es sich schon damals zum Ziel setzte, nicht nur den Mitgliedern des Vereins, sondern auch der Bevölkerung etwas zu bieten. Was sicherlich an der Tatsache abzulesen war, dass neben einer Vielzahl von Ausgaben des Festes auch 1450,- Mark für die Musik nachweislich getätigt wurden.

Es folgten also sicherlich fröhlich Jahre in der Vereinsgeschichte, die den Mitgliedern vergönnt waren. Es bildete sich in der Zeit ein zweiter Verein in der Nordenfeldmark im Jahre 1925, weil die Zahl der Bürger im Norden so stark anwuchs, dass es zwei Vereine hergab. Im alten Mitgliedsbuch von 1929 werden 462 Bürger als zahlende Mitglieder nachweislich aufgeführt. Diese waren bereit, in zwei Beiträgen von je 2,00 Reichsmark pro Jahr, den Verein zu unterstützen.

Mitgliederbuchführung aus dem Jahr 1929

 

Das Jahr 1935: Eine Verordnung ändert das Vereinsleben

Eine Verordnung des deutschen Reiches änderte das Vereinsleben in der Stadt Hamm und natürlich auch das der Schützenvereine. Die beiden Nordener Schützenvereine wurden ab 1935 als Schützenverein Nordenfeldmark geführt. Das Schützenfest sollte aber weitergeführt werden, so war es möglich, im Jahre 1939 das 100jährige Jubiläum zu feiern. Dies sollte aber, ebenso wie schon 1914, auch eine der letzten Freuden für die Bürger der Nordenfeldmark sein. Mit Beginn des Septembers, waren an Freude nicht mehr zu denken. Der Vereinsvorstand aber führte, so gut es ging, die ihnen übertragenden Arbeiten weiter. Noch im Jahr 1940 wurde eine Generalversammlung abgehalten, wie der Eintrag der Ausgaben für Einladungen im Kassenbuch vom 20. Januar 1940 ausweist. Was aber dann in den geschäftlichen Aufstellungen folgt, sind die Ausgaben, die den Schrecken des Krieges nach Hause brachten. Belege für Trauerkränze und Fahnenträger. Lediglich die zu lesenden Einträge für Arbeiten am Schießstand lassen ein wenig den Schluss nach normalem Vereinsleben zu. Auch das so akribisch geführte Mitgliedsbuch weist für den traurigen Abschnitt der Geschichte die traurigen Verluste aus. Akribisch nach Straßen geordnet, wurden die halbjährlichen Beiträge eingetragen. Wer als Soldat fortmusste, dem wurde der Obolus erlassen, einige traten aus, doch die Vielzahl blieb dem Verein treu. Oft findet sich der Eintrag „verstorben“ in den Spalten. 

Auszug 1941 Mitgliedsbuchführung


Von 1945 -1950. Es ist still, im Verein ruht wirklich alles

Mit dem letzten Eintrag am 15.04.1945 ist wirklich die Ruhe der Vereinsarbeit vollzogen. Wiederaufbau, Familien zerrissen, Freunde und Angehörige verloren und Nachbarn verschleppt. Die Unterschrift des damaligen Vereinsvorstandes bekundet die Ruhe und die Übernahme des Kassenbuches am 01.06.1950.

Wir wissen 1949 gab es die Währungsreform, die D-Mark war für alle da, der Warenverkehr lief wieder an. Es sollte also aufwärts gehen mit dem Leben, so auch in Hamm und natürlich in der Nordenfeldmark. Aus der Niederschrift im Protokollbuch vom 07. Januar 1951 ist folgendes überliefert:

„Unter Punkt Verschiedenes wurde über den Verlauf des Festes gesprochen: Nach alter Tradition feierte der neu ins Leben gerufene Schützenverein Hamm Nordenfeldmark 1839, nach 11jähriger Unterbrechung, wieder ein Schützenfest, dass wohl als eines der besten Feste angesehen werden konnte.“ Am Wochenende des vergangenen Augustes, vom 11.-13. August 1950 hatte es stattgefunden. Sicherlich waren die Vorbereitungen dazu auch in der Zeit nicht einfach, was sich schon an der Tatsache ableiten lässt, dass es letztlich zur Verwendung einer Armbrust als Waffe zum Vogelschießen gekommen ist. Ein Antrag bei der Stadt Hamm wurde zwar genehmigt, da aber die Anlage im Killwinkel, also in Heessen stand, musste der Kreiskommandant in Beckum angefragt werden.

Antragsschreiben an den Kreiskommandanten in Beckum zwecks Erlaubnis des Waffengebrauch zum Vogelschießen.

Geschossen wurde, dass wissen wir, denn Klemens Allbracht wurde als erster neuer Schützenkönig ausgerufen und ihm sollten viele folgen.

Die Wiederbegründer hatten eine stattliche Zahl an Mitglieder wieder zusammenführen können. 499 Beitragszahler finden sich in den Aufzeichnungen und bildeten ein starkes Rückgrat für den zukünftigen Zusammenhalt. Eine Zukunft, die sicherlich noch nicht darauf ausgerichtet war, dass es nochmals zu einer „Ruhe“ im Verein kommen sollte.

Mit den Ereignissen des letzten Februars und den Anweisungen im März 2020, kam für viele etwas Unvorstellbares auf den Verein zu. Das Vereinseben musste ruhen, das Miteinander pausieren! Es wurde ein neuer Termin in der Hoffnung gesucht, dass doch ein Fest hätte gefeiert werden können. Doch in der weiteren Zeit der Pandemie war auch dies klar, ohne medizinische Lösungen werden wir den Vereinsalltag nicht wieder ausleben können. Das social-media ersetzt keine Begegnungen, kein Frohsinn und kein Miteinander. Es konnten die Jubilare nicht geehrte werden, den Jubelmajestäten ist ihr Fest genommen. Ein Dank gilt im Jahr 2021 all denen, die dem Verein ihre Treue gehalten haben, die weiterhin Unterstützung leisten, um den Neustart zu ermöglichen. Wann die Marschmusik wieder erklingt, wann die Uniformen das Schützenwesen wieder zeigen ist noch offen. Was wir aber wissen, die Verantwortlichen des gewählten Vorstands arbeiten für den Verein, so wie es schon in den alten Tagen war.

Termin der 1839er Schützen zum richtigen Zeitpunkt

Verein veranstaltet Open-Air Herbstversammlung auf dem Schützenplatz

Am Samstagnachmittag, den 19.09.2020, trafen sich die Mitglieder des Schützenvereins 1839 zur alljährlichen Herbstversammlung. Coronabedingt fand diese draußen auf dem Schützenplatz statt. Die Art und Weise der Ausrichtung und wie diese stattfinden darf, wurde im Vorfeld mit der Ordnungsbehörde abgeklärt. Mit viel Abstand und reichlich Platz vor der Schießhalle begrüßte der 1. Vorsitzende Dietmar Voß eine Vielzahl von Mitgliedern. Unter ihnen die Abordnungen der Avantgarde und der Schießgruppe, allen voran aber den immer noch amtierenden Schützenkönig des Jahres 2019, Ludwig Homann. Besondere Grüße wurden an die Jubelkönige des Jahres 2020, Günter Schade 1970, Hartmut Bauersfeld 1995 sowie der Jubelkönigin von 1980 Edith Wulff gerichtet. Es war die erste Versammlung nach der Generalversammlung im Februar, auf der noch eine Vielzahl von Terminen und Vorhaben abgestimmt wurden, von denen im Nachhinein leider keiner stattfinden durfte.

Ein großes Dankeschön richtete der Vorstand an alle Mitglieder, die trotz der Krise und des ausgefallenen Schützenjahres fest zum Verein gestanden haben. Es konnten erfreulicherweise keine Austritte vermeldet werden. Sehr positiv wurde aufgenommen, dass die Vereinsabordnungen die Messe zum Pfingstsonntag zum Anlass nahmen, an das ausgefallene Fest zu erinnern.

Der weitere Rückblick auf die gewesenen Veranstaltungen fiel jedoch recht kurz aus, da schlichtweg keine möglich waren. Mehr konnte aber über die Arbeiten im und um das Vereinsheim sowie von den Tätigkeiten auf dem Schützenplatz berichtet werden. Im Außenbereich steht der Spielplatz vor der Fertigstellung, die Einweihung muss aber wohl weiter in das nächste Jahr verschoben werden.  

Die Schützenpost 2020 - auch im Corona-Jahr gibt es eine Auflage

Für die kommenden Monate gilt allerdings das gleiche wie bisher. Nachdem auch Bierkönigschießen und der Verlegungstermin für das Schützenfest ausgefallen sind, finden ebenfalls der Weihnachtsmarkt der Avantgarde und das Seniorenkaffeetrinken im Dezember nicht statt. Inwieweit das angesetzte Fußballquiz im November im Vereinsheim stattfinden kann, werden die Regularien und Bestimmungen der Stadt und des Landes zeigen.

Im Zuge der Versammlung wurde die diesjährige Ausgabe der Schützenpost ausgegeben. Mit großem Interesse konnte das Gewesene aus dem Schützenleben noch einmal in die Gegenwart zurückgeholt werden.  Im weiteren Verlauf wurde ebenfalls die gegenwärtige finanzielle Situation erläutert. Da ein Ausblick auf das Jahr 2021 als sehr schwer angesehen wird und aus der Tatsache heraus das bereits Mitte Mai die Schützenfestsaison in Hamm startet, wurde mit breiter Zustimmung der Termin am 4. September 2021 für ein großes Zeltfest angenommen. Hierzu haben sich alle Beteiligte abgestimmt, sodass zu dem Termin das Schützenfest oder aber ein großes Bierkönigschiessen stattfindet. Alle Anwesenden waren sich ebenso wie der gesamte Vorstand darüber einig, dass ohne ein durch die Medizin erbrachtes Medikament gegen das Virus, ein Schützenfest mit seiner Feierkultur in gewohntem Rahmen nicht möglich ist!

Einigkeit bestand auch in dem Punkt, das Vereinsleben wieder in den Mittelpunkt zu holen. Wann und in welcher Form, das kann leider noch keiner sagen. Es wird sicher nach den Absagen der Karnevalsfeiern noch bis Mitte 2021 und vielleicht auch darüber hinaus dauern, bis die den Schützenvereinen gewohnten Strukturen wieder funktionieren können. Eine Ehrung der Jubilare des Jahres 2020 soll unter Berücksichtigung aller Regularien noch erfolgen. Mit Dank für die Beteiligung und dem Wunsch für alle gesund zu bleiben konnte der Vorsitzende die Anwesenden mit dem Schützengruß "Horrido" verabschieden.      

Herbstversammlung des Schützenvereins 1839 Hamm-Nordenfeldmark am 19.09.2020

Die letzte Versammlung des Schützenvereins 1839 Hamm-Nordenfeldmark fand im Februar 2020 im Schützenheim am Westberger Weg statt. Voller Vorfreude wurden durch den 1. Vorsitzenden Dietmar Voß die Termine für das Schützenjahr 2020 bekanntgegeben. Doch schon wenige Wochen später erging es den 1839ern wie allen anderen Vereinen. Aufgrund von CORONA  musste zunächst das Schützenfest, welches Pfingsten gefeiert werden sollte, abgesagt werden. Die Hoffnung war aber, dass im September ein Zeltfest stattfinden könnte und die Weichen dafür wurden gestellt. Aber auch dieses musste neben diversen weiteren Veranstaltungen abgesagt werden. Ebenso wurde bis auf weiteres die Schießhalle gesperrt.

Um aber wieder etwas Normalität in das Vereinsleben zurück zu bringen, findet, unter Beachtung der CORONA-Auflagen, die Herbstversammlung am Sa., 19.09.2020, um 17 Uhr, im Freien auf dem Schützenplatz, vor der Remise der Schießhalle, statt.

Alle Schützen sind herzlich eingeladen, an der Versammlung teilzunehmen. 

Grußwort des Vorstands im April 2020

Werte Freunde und Mitglieder des Schützenvereins 1839

Es ist für uns alle ein mehr als merkwürdiges Gefühl, dass in Zeiten der technischen Hochkonjunktur plötzlich das Leben auf den Kopf gestellt wird. Nicht nur das wir uns Gedanken über die Gesundheit von uns und unseren Mitmenschen machen müssen, nein auch existentielle Probleme bleiben durch das heruntergefahrene Leben nicht außen vor. Auch wir als Verantwortliche des Schützenvereins 1839 stellen uns ebenso wie alle Mitmenschen diesen Herausforderungen in unserem beruflichen  und privaten Leben, aber auch für das Wohlergehen des Vereins.

Es sind nun vier Wochen vergangen, dass wir alle bedingt durch die Regelungen des Bundes, des Landes und den  bekannten städtischen Vorgaben zur aktuellen Schutzbestimmungen in unserem Leben neue Regeln beachten müssen. Aus diesem Grunde haben wir sehr früh die Termine des Vereins betrachtet und die damit verbundenen Konsequenzen geprüft.

Ganz besonders das alljährliche Schützenfest stand als erstes zur Prüfung an und wurde unter den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes und den Kommandeuren nebst amtierendem König abgestimmt. Dabei galt es neben den bereits geltenden Beschränkungen auch die weitreichenden vertraglichen Bindungen heranzuziehen. In der Hoffnung dass sich bis dahin die Lage weitestgehend normalisiert, haben wir uns letztendlich wie schon öffentlich mitgeteilt, für einen Verschub des alljährlichen Festes bis in den September entschieden. In den kommenden Monaten werden wir nach entsprechenden Vorgaben der Regierung dann hoffentlich einen angepassten Ablauf des Festes organisieren dürfen.

Wir danken aber schon heute allen unseren Partnern, die bereits jetzt ihre Zusagen für ein verlegtes Fest gegeben haben. Allen voran aber der Dank an das amtierende Königspaar Ludwig Homann und Cindy Koch, die den Start in den wohlverdienten Urlaub für die Terminplanung verschoben haben.

Die weiteren Termine, wie die Vereinsmeisterschaft, das Kinderschützenfest und die Versammlungen sind erst einmal abgesagt und abhängig von einhergehenden Lockerungen des jetzigen Standes der Kontaktminderungen.

Da dies derzeit noch in keinster Weise absehbar ist, ruht also das Vereinsleben nach außen. Das bedeutet aber auch, dass auf Grund von geänderten Anordnungen einzelne Entscheidungen im kleineren Kreis getroffen werden könnten, die aber von uns wohl durchdacht werden und dem Vereinsleben dienlich sind.

Was wir aus dem Ganzen der Pandemie lernen können, gilt es sicher in allen Lebenslagen zu betrachten. Was aber durchaus spürbar ist, dass ist der Wunsch nach gemeinschaftlichen Handeln und Leben. Ein Grundsatz des Vereinslebens, der schon immer Bestand hatte und sich hoffentlich bei vielen Menschen neu wiederfindet.

Wir wünschen allen Freunden und Mitgliedern, Partnern und Interessenten die diese Botschaft lesen weiter Gesundheit, starkes Durchhaltevermögen und ein frohes Osterfest. Freuen uns alle auf das kommende Zusammenleben mit neuem Antrieb

Horrido

 

Vorsitzende des Vereins


Dietmar Voß                 

Rolf Eickholt

Sebastian Voß


Aktuelle Terminänderungen 2020 

Liebe Vereinsmitglieder und Freunde des Schützenvereins 1839 Hamm Nordenfeldmark,

der geschäftsführende Vorstand hat in den letzten Tagen intensiv die Auswirkungen der im Zusammenhang mit der Corona-Krise ergangenen Anordnungen von Bund, Ländern und Kommunen diskutiert. Zwar gibt es für die Pfingstfeiertage am heutigen Tage noch keine konkreten Restriktionen, gleichwohl haben wir es für wenig aussichtsreich erachtet, im geplanten Zeitraum ein Schützenfest in gewohntem Rahmen auszurichten. Vielmehr mussten wir befürchten, in diesem Jahr kein Schützenfest feiern zu können, sollten wir am geplanten Termin festhalten.

Dank der spontanen und kulanten Hilfsbereitschaft aller unserer Partner konnten wir jedoch eine Verlegung auf das letzte September- Wochenende organisieren. In der Hoffnung, dass sich die allgemeine Lage bis dahin normalisiert hat, werden wir vom 24. bis 27.09 unser Schützenfest feiern können. Den genauen Festablauf werden wir in den kommenden Wochen im Detail besprechen, gerne nehmen wir Anregungen hierzu entgegen.
Für den äußerst sachlichen und vorausschauenden Dialog mit Musikern, Bands, Bedienungspersonal und Zeltverleih haben wir von diesen allerseits großes Lob in Empfang nehmen dürfen, was sicherlich auch dazu führte, dass die Verschiebung gelungen ist, ohne zusätzliche finanzielle Verpflichtungen eingehen zu müssen. Hierfür möchten wir uns bei allen Beteiligten herzlich bedanken.

Ein besonderer Dank gilt hierbei unserem Königspaar Cindy und Ludwig, die völlig selbstlos und unbürokratisch ihren bereits gebuchten Urlaub verschoben haben.

Die Vereinsmeisterschaften im Luftgewehrschießen werden hingegen nicht ab dem 20.03.2020 stattfinden können. Wir hoffen, dass eine Ausrichtung noch vor dem Schützenfest erfolgen kann.
Ebenso entfallen der Saubermanntag am 21.03, sowie der Kompanie Abend am 25.04.2020.

Hinsichtlich der weiteren für dieses Jahr geplanten Termine werden wir in Kürze informieren.

In der Hoffnung, ganz im Sinne des Vereins gehandelt zu haben, verbleiben wir mit dem Deutschen Schützengruß.

HORRIDO

Dietmar Voß

1. Vorsitzender


Generalversammlung des Schützenvereins 1839 Hamm-Nordenfeldmark

Am vergangenen Freitag fand die Generalversammlung des Schützenvereins 1839 Hamm-Nordenfeldmark im Schützenheim am Westberger Weg statt. Der 2. Vorsitzende Rolf Eickholt begrüßte unter den 79 anwesenden Schützen insbesondere den Schützenkönig Ludwig Homann, den 50jährigen Jubelkönig Günter Schade, den 25jährigen Jubelkönig Hartmut K. Bauersfeld, den Vereinskaiser Martin Pröpper, den Bierkönig Yannis Hülsmann,  sowie den 2. Vorsitzenden des Stadtverbandes Hans-Adolf Löw und die Vertreter von Avantgarde und der Schießgruppe.

Bevor man zur Tagesordnung der Versammlung überging, wurde an die Verstorbenen des Schützenvereins gedacht. Die 1839er mussten sich im Jahre 2019 von 11 Schützenbrüdern verabschieden. Aktuell sind 407 Mitglieder im Schützenverein.

Im Rückblick auf das vergangene Schützenjahr, wurden die verschiedenen Veranstaltungen noch einmal in Erinnerung gebracht. Das Jahr 2019 war wieder reich an Terminen und Herausforderungen für die Mitglieder. Hervor gehoben wurde dabei an erster Linie natürlich das Schützenfest. Hierbei wurde nochmal daran erinnert mit wieviel Spaß die Bewerber sich an die Nachfolge des abdankenden Königs Klaus Startmann machten. Mit dem letzten Schuss konnte nach einem spannenden Schießen, zwischen den beiden Kommandeuren der Avantgarde, Philipp Hegemann und Ludwig Hohmann, letztlich der zweite Kommandeur Ludwig sich die Königswürde sichern. Der letzte Schuss war für Ludwig und seiner Königin Cindy Koch auch gleichzeitig der Startschuss zu einer nicht endenden wollenden Party.

Weitere Termine in Schützenuniform waren, das Kinderschützenfest im Juli, das vereinseigene Kaiserschießen im August, sowie im September das Bierkönigschießen der AVG und das Stadtkaiserschießen in der Mark.

Neben den genannten Terminen kamen noch die Luftgewehrwettbewerbe im Frühjahr und Herbst dazu, das Schützenquiz im Rahmen des Dämmerschoppens, sowie der Adventskaffee und der Weihnachtsmarkt zum Jahresabschluss hinzu. Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass im Zuge des Weihnachtsmarktes das Königspaar die Besucher animieren konnte für die „Aktion Lichtblicke“ zu spenden.

Dabei kamen mit Aufrundung durch die Avantgarde die stattliche Summe von 750,-€ für die Aktion zusammen.

Das Jahre 2019 war aber für den Verein auch geprägt von Investitionen für die Zukunft. Es wurde mit der Erneuerung der Toilettenanlage begonnen, Erdarbeiten an der Kanalisation waren ebenso erforderlich wie Reparaturen an den Anlagen und Gebäuden. Seit dem Frühjahr wurde mit dem Aufbau eines Spielplatzes begonnen, der zum Aushängeschild des Vereins werden soll.

Nach diesem positiven Jahresrückblick der Aktivitäten teilte Geschäftsführer Kai Hatton mit, dass trotz der Investitionen auch das geschäftliche im Jahr 2019 positiv verlaufen ist.

Bevor es zu den Wahlen des Vorstandes kam wurde die Versammlung für eine Pause unterbrochen, da Schützenbruder Bernhard „Atze“ Herzebrock den Anwesenden eine Gulaschsuppe reichte.

Gestärkt gingen die Mitglieder in den zweiten Teil der Versammlung, wo auch die anstehenden Vorstandswahlen auf der Tagesordnung standen. Nach insgesamt 28 Jahren im Vorstand, davon 16 Jahre als 3. Vorsitzender des Vereins, stellte Markus Dünnebacke sein Amt zur Verfügung. Für sein großes Engagement bei den 1839ern bedankten sich die Anwesenden Mitglieder, mit viel Beifall erhoben sich die Mitglieder von den Plätzen und verabschiedeten ihn mit einem ein Präsent.

In der anschließenden Wahl wurde der Ehrenkommandeur Sebastian Voß zum neuen 3. Vorsitzenden gewählt. Bei den Ergänzungswahlen wurden als Beisitzer Marco Behrens und Florian Kortmann neu in den Vorstand gewählt.

Zum Ende der Versammlung wurden die Aktivitäten und Termine 2020 sowie die Arbeitseinsätze auf dem Schützenplatz bekanntgegeben.

Der geschäftsführenden Vorstand setzt sich zusammen aus:

1. Vorsitzenden: Dietmar Voß

2. Vorsitzender: Rolf Eickholt

3. Vorsitzender:  Sebastian Voß

Geschäftsführer: Kai Hatton

1. Schriftführer: Christian Leyer

Mitglieder:  407

Foto von links:

Kai Hatton, Ludwig Homann, Martin Pröpper, Markus Dünnebacke, Rolf Eickholt, Sebastian Voß